Die durchlaufenden Ringe ermöglichen es dem Pferd, das Gebiss mit der Zunge zu bewegen, wodurch Zunge und Laden entlastet werden.
Das Mundstück wird vom Pferd unmittelbar in eine neutrale Position gebracht, sodass das Gebiss nur auf direkten Zügeldruck wirkt.
Seitliche Führung: Dieses Seitenteil bietet dem Pferd keine seitliche Führung.
Richtige Positionierung: Das Gebiss sollte auf beiden Seiten ca. 0,5 cm vom Maulwinkel entfernt liegen, damit die empfindliche Haut nicht durch den Ring eingeklemmt wird.
Für junge Pferde geeignet: Eine gute Wahl für junge Pferde, die sich noch an das Gefühl eines Gebisses gewöhnen müssen.
Gebissart: Gebisse mit diesem Seitenteil werden als Wassertrensen bezeichnet.
Der Olivenkopf verhindert das Einklemmen der Maulwinkel und bietet zusätzlich eine leichte seitliche Stabilität.
Aufgrund der Fixierung und der Form des Ringes liegt das Gebiss ruhiger im Pferdemaul.
Wirkung: Olivenkopfgebisse sind in ihrer Wirkung mit Wassertrensen vergleichbar, die Einwirkung des Zügels ist jedoch etwas direkter.
Stabilität: Die fixierten Ringe sorgen für leichte seitliche Führung und eine ruhigere Lage des Gebisses im Pferdemaul.
Für Reiter: Aufgrund der direkteren Zügeleinwirkung sind Olivenkopfgebisse nicht für Reiter zu empfehlen, die keinen handunabhängigen Sitz haben.
Richtige Größe: Die Größe sollte so gewählt werden, dass das Gebiss seitlich am Maulwinkel anliegt.
Das D-Ring Gebiss hat eine ähnliche Einwirkung wie ein Olivenkopfgebiss. Es verhindert das Einklemmen der Maulwinkel und bietet mehr seitliche Stabilisierung und Führung.
Das Seitenteil sorgt zusätzlich für Stabilität und Ruhe im Pferdemaul.
Seitliche Führung: Die D-förmigen Ringe bieten eine stärkere seitliche Stabilisierung und Führung.
Stabilität: Das Seitenteil sorgt für eine stabile und ruhige Lage des Gebisses im Pferdemaul.
Einwirkung: Durch den etwas größeren Ring wird die Einwirkung der Reiterhand etwas abgemildert.
Richtige Größe: Die Größe sollte so gewählt werden, dass das Gebiss seitlich am Maulwinkel anliegt.
Die Schenkeltrense ist ein ideales Schulungsgebiss. Die Schenkel bieten deutlichen seitlichen Halt und Führung und unterstützen das Pferd so bei Wendungen.
Aufgrund der kleineren Trensenringe ist die Einwirkung direkter.
Seitliche Führung: Die Schenkel bieten deutlichen seitlichen Halt und unterstützen die Führung des Pferdes, insbesondere bei Wendungen.
Einwirkung: Durch die kleineren Trensenringe ist die Einwirkung der Reiterhand direkter.
Für den Springparcours: Dieses Seitenteil wird gerne beim Springen eingesetzt, da die zusätzliche seitliche Führung hilfreich sein kann.
Zum Longieren: Das Gebiss eignet sich auch gut zum Longieren, da seine Lage im Pferdemaul durch einseitigen Zug nicht verändert wird.
Richtige Größe: Die Größe sollte so gewählt werden, dass das Gebiss seitlich am Maulwinkel anliegt.
Das besondere Seitenteil des Baucher-Gebisses verfügt über zwei Ringe: Im oberen Ring wird das Backenstück befestigt, im unteren Ring der Zügel.
Durch die feste Verschnallung mit dem Zaum liegt das Gebiss sehr ruhig im Pferdemaul und hängt nicht nach unten durch.
Stabilität: Die festen Seitenteile sorgen für eine ruhige Lage im Pferdemaul und bieten eine leichte seitliche Stabilisierung.
Einwirkung: Bei angenommenem Zügel wirkt das Gebiss hauptsächlich auf die Maulwinkel und kann dadurch die Aufrichtung des Pferdes unterstützen.
Keine Hebelwirkung: Entgegen der möglichen Vermutung besitzt das Baucher-Gebiss keine Hebelwirkung. Bei Druck über den Zügel stellt sich das Backenstück nach außen ab.
Richtige Positionierung: Das Seitenteil sollte leicht am Maulwinkel anliegen.
Dieses Seitenteil kann in vier verschiedenen Verschnallmöglichkeiten genutzt werden. Dadurch lassen sich die Druckverteilung und die Einwirkung individuell anpassen.
Option 1 – Wirkung wie eine Wassertrense: Das Zaumzeug wird im oberen kleinen Ring und der Zügel im großen Ring eingeschnallt.
Option 2 – Leichte Hebelwirkung: Das Zaumzeug wird im oberen kleinen Ring und der Zügel im kleinen unteren Ring eingeschnallt. Dadurch entsteht eine leichte Hebelwirkung auf Maul und Genick.
Option 3 – Stärkere Einwirkung auf das Maul: Das Zaumzeug wird im großen Ring und der Zügel im kleinen unteren Ring eingeschnallt. Die Einwirkung auf das Maul ist stärker, da die Trensenringe nur begrenzt durchgleiten können.
Option 4 – Starke Hebel- und Aufziehwirkung: Aufzieh-Backenstücke werden durch die kleinen Ringe geführt und zwei Zügelpaare verwendet – eines im Aufzieh-Backenstück und eines im großen Ring. Dadurch entsteht eine starke Hebelwirkung auf das Genick und eine Aufziehwirkung auf das Maul. ACHTUNG: Diese Verschnallmöglichkeit sollte nur kurzfristig und von erfahrenen Reitern genutzt werden.
Richtige Größe: Das Grundgerüst besteht aus einem losen Ring, der durch zwei innenliegende Ringe ergänzt wird. Daher sollte das Gebiss auf beiden Seiten mit ca. 0,5 cm Platz zum Maulwinkel gewählt werden.
Diese Seitenteile bestehen aus durchlaufenden Ringen mit zwei zusätzlichen kleineren Ringen. Das Backenstück wird im oberen Ring verschnallt, während der Zügel im mittleren oder unteren Ring befestigt werden kann.
Verschnallung: Das Backenstück wird im oberen Ring befestigt, der Zügel kann je nach gewünschter Einwirkung im mittleren oder unteren Ring verschnallt werden.
Hebelwirkung: Wird der Zügel im unteren Ring verschnallt, entsteht sowohl Druck auf das Genick als auch eine Hebelwirkung auf das Mundstück.
2,5-Ring-Variante: Das 2,5-Ring-Gebiss ist die etwas sanftere Variante, da der halbe Ring die Hebelwirkung auf Mundstück und Genick reduziert.
Einwirkung: Durch die zusätzlichen Druckpunkte hat dieses Gebiss bereits eine verhältnismäßig starke Einwirkung.
Richtige Größe: Das Gebiss sollte mit etwas Platz zum Maulwinkel gewählt werden.
Das Pelham ist ein Gebiss mit seitlichen Schenkeln, die in ihrer Länge variieren können. Je länger die Schenkel sind, desto größer ist die Hebelwirkung auf das Genick des Pferdes.
Hebelwirkung: Die Länge der Schenkel bestimmt die Stärke der Hebelwirkung auf das Genick – je länger die Schenkel, desto stärker die Einwirkung.
Verwendung mit Kinnkette: Das Pelham wird in Kombination mit einer Kinnkette verwendet.
Zügelführung: In kleineren Klassen kann das Pelham mit einem Zügel über Pelhamriemchen geritten werden, die den mittleren und unteren Ring miteinander verbinden.
Einwirkung: Das Pelham kann dabei unterstützen, das Pferd leichter in die Tiefe zu stellen, und wird häufig bei kräftigeren Pferden eingesetzt.
Für erfahrene Reiter: Aufgrund seiner potenziell starken Einwirkung ist das Pelham nicht für unerfahrene Reiter oder Pferde geeignet.